Die Frühe Geschichte der Fußbekleidung – Sandale, Stiefel, Schuhe

13.06.2007 21:58

Die Steinzeit

Die erste Fußbekleidung gab es, Höhlenmalereien beweisen es, schon in der Steinzeit. Damals banden sich die Jäger und Sammler Felle um die Füße, um diese vor Steinen oder Dornen zu Schützen. Aber auch um die Kälte draußen zu halten.

Praktisch betrachtet hatten die Schuhe der Steinzeitmenschen etwa dieselbe Aufgabe wie die heutigen Schuhe.

Die Ägypter und die Assyrer

Nach der Steinzeit, wo sich die Fellklumpen um die Fü&e nicht sonderlich verändert haben, kam die Antike, und mit ihr die Sandale. Die älteste Sandale, und damit zugleich die älteste überhaupt erhaltene Fußbekleidung wurde auf dem Gebiet des heutigen Irans gefunden, wo die Wiege der Zivilisation liegen soll – kein Wunder, dass dort die erste “richtige” Fußbekleidung erfunden wurde.

Der Begriff Sandale (griech: sandalon, lat: sandalium) wurde in Deutschland erst ab dem 15. oder 16. Jahrhundert verwendet.

Die Sandale an sich besteht aus einer Sohle aus Flechtwerk, Holz, Leder oder auch seit der Industriezeit, aus Kunststoff. Diese wird mit Riemen am Fuß gehalten.

Im alten Ägypten, bis ca. 2300 vor Christus wurden fast keine Fußbekleidungen getragen, man ging barfuss, da die natürlichen Vorraussetzungen dafür gegeben waren.

Im Neuen Reich, welches um 1551 v. Christus einsetzte und bis 1070 ging, waren Sandalen ein Zeichen von Reichtum, von Macht. Wen sich jemand Sandalen leisten konnte, lie& er sie sich von einem so genannten Sandalenträger hinterher tragen.

Das höchste Oberhaupt der Ägypter, der Pharao trug vergoldete Sandalen.

Ein anderes sehr altes Volk, die Assyrer, trugen starke Sandalen aus Leder, die dem heutigen Schuh schon sehr ähnelten. In der neuassyrischen Zeit erfanden die Assyrer den Stiefel, welchen Sie für ihre Kriege einsetzten, da er dem Fuß hohe Sicherheit bot. Dies geschah etwa in der Zeit um 900 vor Christus.

Die Syrer, Perser, Meder und die Phönizier

Im Gegensatz zu den Assyrern oder den Ägyptern kannten die Syrer, Perser und die Phönizier Schuhe im eigentlichen Sinne. Also eine Fußbekleidung, die den ganzen Fuß umschlie&t und nicht wie die Sandale nur zum Schutz der Unterseite des Fußes dient.

Der Schuh dieser Völker bestand aus einem Lederstück, welches um den Fuß geschlungen wurde. Mit Fäden, Riemen und Haken wurde es fixiert und festgehalten.

Die Meder, ein heutzutage recht unbekanntes Volk, welches im Westen des heutigen Irans lebte, trugen Sandalen mit einer flachen Sohle und die Perser erfanden wie auch die Assyrer eine Art Halbstiefel, welche sich hervorragend für den Krieg eignete.

Die Griechen

Die Sandale war in den Anfängen Griechenlands genauso wie in Ägypten ein Standeszeichen, welches nur einer dünnen Bevölkerungsschicht vorbehalten war. Eine einfache Sandale im heutigen Sinne mit nur ein oder zwei Riemen wurde als Sohle angesehen, erst wenn die Sohle über mehrere Riemen verfügte bezeichnete man sie als Sandalia, als Sandale.

Kunstvolle Schnallen verbanden die Riemen, die Sandalen selbst waren gefärbt, bestickt oder sonst wie verziert, all dies war ebenfalls ein Zeichen von Reichtum.

Das einfache Volk, die Bauern zum Beispiel, trugen einfachste Schuhe aus rohem Leder oder Fell, die so genannten Carpatina.

Im Laufe der Jahrhunderte entwickelten sich in Griechenland auch Mischformen von Schuhen und Sandalen, nach persischem und assyrischem Vorbild Halb- und Ganzstiefel, verschiedene Abarten und Variationen der Sandalen, Frauenschuhe, usw.

Ab dem 5. Jahrhundert vor Christus waren Schuhe und Sandalen in Griechenland weit verbreitet. Leute die sich die nicht leisten konnten waren nur noch Bettler, sehr Arme, oder Menschen, die sich der Askese verschrieben haben.

3,584 Views

Bookmark: del.icio.us | mr. wong | digg | webnews | yigg

verwandte Beiträge:
Kommentar schreiben

notwendig

notwendig, unsichtbar

Trackback-URL für diesen Beitrag


Suchen

 

Neu: SALE bei Görtz
Markenschuhe bis zu 50 % reduziert.
Zum GÖRTZ Shop. Hier klickenschuh ad