Noch mehr über Sandalen (Teil 7)

11.04.2007 21:37

Bei der ursprünglichen Herstellung von Sandalen wurde wie eingangs schon gesagt Papyrus von den alten Ägyptern verwendet. Die Herstellung des Schuhwerks aus anderen, nicht so häufig verwendeten Pflanzenfasern ist eine weitere Möglichkeit der Einteilung der Schuhe.

Als letzte Variante gibt es noch die Sandalen aus Plastik. Diese sind allerdings kaum modisch, es sei denn, sie sind aufwändig verziert und die Machart ist praktisch “getarnt”. Zudem sind sie nicht sehr fußfreundlich, da zum Beispiel Schweiß nicht aufgenommen wird. Weit verbreitet sind die Plastiksandalen bei der Nutzung im Nassbereich, etwa als Badelatschen.

Nimmt man nicht den Sohlenboden zur Kategorisierung der Sandalen, kann eine Einteilung auch durch die Art des Schafts, beziehungsweise die Riemchenführung erfolgen. Dabei gibt es die so genannte Bäckersandale. Diese stammt aus Europa und besitzt einen weitgehend geschlossenen Schaft mit schmalen, schlitzartigen Durchbrüchen für die Führung der Riemchen. Weiterhin gibt es die Schrägriemensandale, die aus Afrika stammt und die Kreuzriemensandale aus Südamerika. In Indien findet man nach wie vor die von dort stammende Zehenpflocksandale. Zuletzt gibt es noch die Zehenring- bzw. Zehenstegsandale, die aus Ägypten und Japan stammt. In Form des beliebten Flip-Flops fanden sie auch in Europa in den letzten Jahren immer mehr Anhänger.

Flip-Flops sind eine Untergruppe der Zehenstegsandalen und werden durch ihr Material charakterisiert: wasserabweisender Kunststoff. Durch Löcher in dem zumeist einlagigen Boden werden die Halteriemchen geführt. Die einfache Bauweise und die Verwendung von Billigmaterialien sind Gründe für den enorm niedrigen Anschaffungspreis, der beim Kauf eines Paars Schuhe anfällt. Sie sind allerdings eher ein modisches Accessoire als im Alltag wirklich nützliches Schuhwerk.

Seit 1982 gibt es eine Weiterentwicklung der Sandale, die Sportsandale (oder auch Trekkingsandale genannt). Diese besitzt Riemchen, die mit einem Klettsystem zu verschließen sind. Die Sohle steht an den Seiten etwas hoch, was den Fuß beim Tragen schützen soll und der Schuh selbst sitzt sehr fest am Fuß. Hergestellt wird die Trekkingsandale aus wasserunempfindlichen Materialien.

In den Ländern, in denen Sandalen traditionell getragen wurden, wie zum Beispiel Japan, ist ein starker Rückgang des Tragens dieses Schuhwerks zu verzeichnen. Solche Länder haben sich zum Teil stark an der westlichen Zivilisation orientiert und sind damit auch zu anderer Kleidung übergegangen.

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