Birkenstock (Sandalen Teil 5)
11.04.2007 21:29
Eine Firma, die mit ihren Sandalen berühmt wurde, ist aber unbedingt zu nennen: Birkenstock. Das Unternehmen wurde 1774 gegründet und machte Anfang des 20. Jahrhunderts mit einer neuen Entwicklung auf sich aufmerksam. Sie fertigten Prototypen für orthopädisches Schuhwerk. Schuhmachermeister Konrad Birkenstock erfand die flexible Einlegesohle mit Kork. Diese konnte sich den Bewegungen der Füße anpassen und war dadurch auch viel bequemer als eine starre Sohle. Diese Neuheit brachte sogar in der Wissenschaft einen Streit.
Es gibt die Theorie, die auch die Anhänger der neuen Sohle vertreten, dass der Fuß gestützt werden muss. Andere wiederum sagen, dass ein Fuß nur gut funktionieren kann, wenn er ohne äußere Beeinflussung seine “Arbeit” verrichten kann und nur durch den Schutz einer normalen Sohle gefordert und gefördert wird. Muskeln, Sehen und Bänder würden davon profitieren. Bis jetzt konnte in diesem Streit noch keine Einigung gefunden werden.
1962 kam nun der erste Schuh mit flexibler Sohle auf den Markt, die so genannte Gymnastiksandale. Heute erhält man ihn als Modell “Madrid”. Die Markteinführung dieses Schuhs war der Grundstein für eine enorme Expansion des Unternehmens. Richtig bekannt wurde der Name der Firma aber erst in den sechziger und siebziger Jahren, als das Tieffußbett in die Schuhe integriert wurde und sie nur noch damit verkauft wurden.
Orthopädisch besonders wertvoll seien Birkenstock-Sandalen, hieß es lange Zeit unter Laien. Diese vertraten ebenso wie die “Schonungstheoretiker” die Auffassung, dass ein Fuß gestützt werden müsse. Bei Birkenstocks wird der auf den Füßen lastende Druck gleichmäßig und weitläufig verteilt. Gleichzeitig gibt die Sohle nach und federt. Das wird von vielen Menschen als sehr angenehm empfunden. Zusätzlich haben Birkenstocks keine Absätze, das heißt, Ferse und Ballen haben die gleiche Höhe. Dazu kommt noch der luftige Schnitt, wie er bei einer Sandale nun einmal üblich ist.
All diese Punkten haben zur Verbreitung der Birkenstocks beigetragen. Besonders Menschen, die viel und lange stehen müssen, schwören auf das Schuhwerk. So kam es, dass die Sandalen vor allem bei Leuten, die im Gesundheitswesen tätig sind, zum hauptsächlich getragenen Schuhwerk wurden. Ab den achtziger Jahren wurden die Birkenstock-Sandalen sogar zum Modeartikel und sind es bis heute noch. Beinahe jeder kennt wohl die Werbung mit Heidi Klum, in der sie die Sandalen anpreist. Doch unter vielen gilt die Birkenstock-Sandale immer noch als nicht besonders kleidsam, da sie keine eigentliche Schuhspitze aufweist, sondern vorn rund und anatomisch geformt ist.
Die Bezeichnung Birkenstock trägt heute nur noch die Kernmarke. Es gibt eine Vielzahl von Tochterunternehmen, die andere Namen tragen, wie zum Beispiel Birkis, Papillo oder Betula. Sämtliche Tochterunternehmen gehören den drei Söhnen von Karl Birkenstock und werden auch von ihnen geleitet. In Fachkreisen gilt Birkenstock sogar als der viertgrößte Schuhhersteller mit seinen auf dem neuesten Stand der Technik basierenden Produktionsanlagen. Niederlassungen des Unternehmens gibt es weltweit.
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Kommentar schreiben1. Frank&hellip | 07.06.2007
Hallo zusammen,
falls sich unter den Modenbewussten doch welche befinden sollten die das Thema Birkenstock interessiert, folgt einfach dem Link. Der bringt euch zu einem seriösen Forum rund um die bequemen “Öko-Schlappen” Made in Germany.
LG Frank
P.S. In vielen Ländern sind die nicht mehr Öko sondern In…
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