Sandalen. Teil 2

11.04.2007 21:16

Rasch fand die Idee der Sandalen ihre Verbreitung und erreichte auch das Römische Reich. Hier wurde das Schuhwerk ebenfalls sehr gern reich verziert. Die Damen, die es sich leisten konnten, ließen sich zum Teil Sohlen aus reinem Gold gießen und an ihren Sandalen anbringen. Der Tragekomfort war damit wohl nicht mehr der größte, aber darauf kam es ja auch nicht unbedingt an.

Doch die Sandalen waren bald nicht mehr nur bei Ägyptern und Römern zu finden. Die Völker aus dem Norden Afrikas und des Nahen Ostens ahmten die Bauweise der Schuhe nach. Dabei entwickelten die Afrikaner neue Modelle. So gab es bald solche, die ähnlich wie die heutigen Pantoletten gestaltet waren.

Aber auch in Indien und Persien fand man Gefallen daran, die Füße zu schützen und gleichzeitig zu schmücken. Die Modelle hier waren meist ohne viele Riemchen zum Halten oder Befestigen gemacht, sie bestanden nur aus einer Sohle und einer Art Pflock zwischen den Zehen. Diese Pflock hatte Ähnlichkeit mit einem Pilz. Dabei wurde der “Stiel” an der Sohle angebracht und zwischen großem Zeh und seinem Zehennachbarn hindurchgeführt, die “Kappe” sollte den Schuh an Ort und Stelle halten. Im weitesten Sinne als Sandalen kann man diese Schuhe jedoch wohl noch bezeichnen.

Die Verbreitung der Sandalen ging relativ schnell und war wie schon gesagt nicht auf bestimmte Regionen oder Kontinente begrenzt. Selbst die Briten konnten so den in ihr Land einfallenden Römern etwas abgewinnen – nämlich die Sandalen. Selbst die Spanier und Slawen übernahmen die Idee des doch ziemlich einfach gestalteten Schuhwerks. In Japan wurde ein anderes Modell entwickelt – die Zehenring-Sandale. Wie der Name schon sagt, wurde die Sohle durch einen Ring, der über den großen Zeh geführt wurde, gehalten.

Verzierungen an den Schuhen waren auch weiterhin allgemein beliebt und zeigten immer noch den Stand eines Bürgers. So kam es, dass die meisten Bauern nur Modelle aus Holz trugen, die schwer und nicht sehr kleidsam waren.

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